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Meppener Tagespost Ausgabe vom 14. Mai 2008 Seite 11 Ressort Lokales

Fast 160.000 Euro für Integration von Langzeitarbeitslosen

Foto: Bildungswerk

Freuten sich angesichts der Zuwendungsbescheide über insgesamt 157 542,55 Euro: Matthias Hillmann, Michael Einhaus, Daniela Weß und Maria Kroner vom Bildungswerk, Henni Krabbe und Claus Stolte (von links). Foto: Willy Ravera

MEPPEN
Große Freude herrschte beim Bildungswerk des Meppener Handwerks: Mit der Bewilligung der beiden Projekte “AdQ ESF” (Arbeit durch Qualifikation Europäischer Sozialfonds) und “EFA” (Eingliederung von Frauen in den Arbeitsmarkt) durch die Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank) hat man zusammen mit dem Landreis Emsland exakt 157.542,55 Euro Fördergelder für die berufliche Integration von Langzeitarbeitslosen erfolgreich eingeworben.
Wie der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Meppen Claus Stolte mit Blick auf die “frischen Bewilligungsbescheide” erklärte, stammt das Geld aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und dient der Entwicklung der Beschäftigungsfähigkeit in Mitgliedsländern der Europäischen Union. Bildungswerk-Vorsitzender Matthias Hillmann dankte allen Beteiligten für die Vorarbeit und den persönlichen Einsatz. Seit Januar dieses Jahres, so der Geschäftsführer des Bildungswerkes Michael Einhaus, ermöglichen die beiden Qualifizierungsmaßnahmen arbeitslosen Jugendlichen und Erwachsenen den Zugang zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Durch die Schaffung vielfältiger Beziehungen zur Arbeitswelt und durch eine Verbesserung beruflicher Handlungskompetenz würden die Maßnahmeteilnehmer in den ersten Arbeitsmarkt integriert.

Aus dem mit insgesamt 30 Teilnehmern besetzten ersten Durchgang, der Ende Juni auslaufe, seien bereits 17 dem ersten Arbeitsmarkt zugeführt worden. Diese freigewordenen Stellen könnten wieder aufgefüllt werden. Grundlage für die Vermittlung Langzeitarbeitsloser in den ersten Arbeitsmarkt sei ein hoher betrieblicher Praxisanteil in entsprechenden Betrieben, eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis sowie die sozialpädagogische Betreuung, ergänzte Stolte. Die Teilnehmer nehmen an einer Vorbereitung auf den Berufsalltag teil und lernen die Bedingungen, die mit der Produktion und der Auftragsarbeit verbunden sind, kennen. Sie erhalten die Möglichkeit bisher Gelerntes aufzufrischen und Neues dazuzulernen.

Die kooperierenden Betriebe haben im Rahmen der betrieblichen Qualifizierungen die Gelegenheit, neue Arbeitnehmer intensiv kennenzulernen und für ihrem Bedarf entsprechend zu qualifizieren. “Dies fördert erfahrungsgemäß die Chancen arbeitsloser Jugendlicher und Erwachsener auf Übernahme in ein Ausbildungs- oder Beschäftigungsverhältnis”, betonte die Sozialdezernentin des Landkreises Henni Krabbe. Und: “Indem man sich gegenseitig kennen- und schätzen lernt, wird zudem die dauerhafte Integration in den Arbeitsmarkt gefördert.” Für Interessierte, die ins Berufsleben einsteigen oder zurückkehren möchten, stehen noch Maßnahmeplätze zur Verfügung. Info: E-Mail: info@bildungswerk-meppen.de